Sex, Drugs & Rock’n’Roll – Ozzy Osbourne (62) hat’s gelebt, seinen Körper geschunden und muss heute mit den körperlichen Folgen seiner Exzesse leben. Ausgerechnet er – der Fürst der Finsternis – gibt jetzt Lebensweisheiten von sich, beantwortet für die britische „Sunday Times“ auch den schrägsten Leser-Brief!
Phil aus Worcestershire hat da schon eine passendere Frage. Der „Sunday Times“-Leser will von dem Mann wissen, der von sich selbst behauptet, 40 Jahre nur besoffen gewesen zu sein, wie man einen Kater nach einer durchzechten Nacht vermeiden kann. Die Einwohner von Birmingham hätten ihre ganz eigene Theorie: auf der linken Seite schlafen, soll Sodbrennen und Brechreiz vermindern.
Da muss sich auch der fuselerfahrene Osbourne geschlagen geben. Seine Antwort: „Ich wäre glücklich, wenn ich nach einer Suff-Nacht überhaupt noch wüsste, auf welchem Planeten ich bin, ganz zu Schweigen vom links und rechts unterscheiden.“ Bestätigen kann er die alte englische Weisheit also nicht.
So rät Dr. Ozzy einem Ehepaar aus Los Angeles, ihren vier Jahre alten Sohn lieber zu belügen, als die Wahrheit über den vom Kojoten gefressenen Familienwelpen zu erzählen. „Sagen Sie ihrem Sohn, die Nasa hat ihn für eine Mondfahrt rekrutiert. Sprechen Sie unter keinen Umständen von wilden Tieren, die in ihrem Garten lauern und Welpen zum Abendessen verspeisen.“ Kindererziehung auf die Osbournische Art eben. (Bild.de) Dümmere folgen Dummen.
Kranke Welt. Ratschläge von einem Mann, der nicht mal den Geburtstag seines Sohnes aufsagen kann. Tips von einem Mann, der schon 20 Mal versucht hat den Führerschein zu machen. Legendär sind auch die Prozesse, die wegen seines Liedes „Suicide Solution“ gegen ihn geführt wurden. ( Text: Wine is fine but whiskey’s quicker
Suicide is slow with liquor, Take a bottle, drown your sorrows Then it floods away tomorrows). Einige Jungs sollen sich wegen dieses Liedes das Leben genommen haben.
Die „Sunday Times“ verkauft Ratschläge eines moralischen Wracks, der nach drei Flaschen Wodka um ein Haar seine Frau erwürgt hätte. Seine Aktionen mit echten und unechten Tieren sind mehr als bekannt. Auch seiner verzeifelten Selbstmordversuche bleiben ungezählt. Die Proll-Show „The Osbournes“ muß hier natürlich auch angeführt werden. Ok, mehr als einen herben Schlag mußte Ozzy im Laufe seiner Karriere verkraften. Sein musikalischer Kompagnon Randy Rhoads kam 1982 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben . Mit Rhoads` Tod, und mit dem Tod von Ozzys Vater,verstärkte sich dann die fast 30 bis 40 Jahre dauernde Talfahrt. Er ist und bleibt bis heute schwer suchtkrank.
Jetzt da er völlig am Ende ist und musikalisch nach seiner Mama ruft („Mama I’m Coming Home“ ) verkauft diese Zeitung Ratschläge diese zitternden Madmans.
Im September erscheint eine Doku über ihn und sein Leben als Rockstar „God Bless Ozzy Osbourne“. Beten wir für die Errettung seiner Seele.
God, please save his lost Soul! Gottes Ratschlag an Ozzy: Kehr um zu Jesus, bevor es mit dir zu Ende geht.

