Der Konzertveranstalter Fritz Rau ist tot.

Gemeinsam mit seinen Partnern Horst Lippmann und Günther Kieser schrieb Fritz Rau über lange lange Zeit Musikgeschichte. Sein Leben war ein aus heutiger Sicht bedeutsames Kapitel europäischer und amerikanischer populärer Musik. Jazz, Blues, Folk,Rock, Lied und Chanson erhielten auch durch ihn ein gewaltiges und einflussreiches Podium und damit eine unüberhörbar laute Stimme. Weltstars wie Eric Clapton, Bob Dylan, Rolling Stones,The Doors, Joan Baez, John Lee Hooker, Janis Joplin. Peter Gabriel, Frank Zappa, Phil Collins, Marlene Dietrich, Harry Belafonte, Oscar Peterson, Eric Burdon, Joe Cocker, Freddy Mercury, Madonna, ABBA, Ella Fitzgerald, David Bowie  und Miles Davis, Sonny Boy Williamson, Jethro Tull u.v.a. waren nicht nur seine Geschäftsparter, nein, er war ihnen auch ein väterlicher Freund. Er erfand ganz neue Formate der Musivermarktung, er veranstaltete auch die ersten Open-Air-Konzerte in Deutschland. Er war, neben Marek Lieberberg, als bedeutendster Konzertveranstalter im Land. 2004 ging er dann in Rente und zog sich vom aktiven Geschäft zurück. Natürlich schrieb er ein Buch über sein aussergewöhliches Leben mit all den Stars und Sternchen («50 Jahre Backstage»). Udo Lindenberg sagte über ihn: “Fritz ist wie ein Vater für mich!” Mick Jagger zdrüchte es so aus: „Rock ‘n Rau forever!“ Dennoch wird  gute Fritz Rau garantiert keine Live-Veranstaltung im Himmel mit Jimi Hendrix, Jim Morrison, Janis Joplin & Co machen können, denn es ist sehr fraglich ob er und seine Stars dort sind. Das entscheidet nicht der Fan, sondern der lebendige und heilige Gott.
Hoffentlich hat der „alte Fritz“ noch vor seinem Ableben den getroffen, der kein vergänglicher Stern am Nachthimmel der Musikwelt war, sondern die Sonne des Lebens ist. Nur Jesus konnte von sich sagen: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“