Francis Schaeffer ( ein Prophet) schrieb schon vor vierzig Jahren über unsere heutige Zeit.

Francis Schaeffer schrieb schon vor vierzig Jahren:

“Als ihr Reich sich zerrieb, gaben die dekadenten Römer sich einem Durst nach Gewalt und der Befriedigung ihrer Sinnlichkeit hin. Das lässt sich besonders an ihrer zügellosen Sexualität ablesen. In Pompeji zum Beispiel (…) stand der Phalluskult im Vordergrund. Statuen und Gemälde von übertriebener Sexualität schmückten die Häuser der Wohlhabenden.
(…) Als es mit der von verschärfter Inflation und einer aufwendigen Regierung belasteten Wirtschaft Roms immer mehr bergab ging, wurde die Herrschaft des Staates immer autoritärer, um der Apathie entgegenzuwirken. Da niemand mehr bereit war, freiwillig zu arbeiten, musste der Staat in dieser Hinsicht oft eingreifen, und Freiheiten gingen verloren.
(…) Der Untergang Roms ist nicht äusseren Kräften, wie zum Beispiel der Invasion der Barbaren, zuzuschreiben. Rom hatte keine ausreichende innere Grundlage; die Barbaren führten den Zusammenbruch lediglich zu seiner Vollendung.”
(Francis Schaeffer in “Wie können wir denn leben?”)

Schaeffer untersucht dann die ganze abendländische Geistesgeschichte bis zur (damaligen) Gegenwart, und schreibt nach dieser Abhandlung:

“Edward Gibbon erwähnte in seinem Buch Der Untergang des Römischen Weltreiches (1776-1788) die folgenden fünf Kennzeichen, die Rom am Ende aufwies: erstens eine zunehmende Vorliebe für Zurschaustellung und Luxus (Wohlstand); zweitens eine grösser werdende Kluft zwischen den sehr Reichen und den sehr Armen; (…) drittens eine exzentrische Sexualität; viertens eine groteske, wunderliche Kunst, die sich als originell ausgab (…); fünftens ein zunehmendes Verlangen, auf Kosten des Staates zu leben.
Dies kommt uns alles sehr bekannt vor. Wir haben seit unserem ersten Kapitel viel gesehen – nun sind wir wieder in Rom.”