Dramatischer Hilfeschrei eines verzweifelten Mannes aus der syrischen Kriegshölle.


Täglich müssen die Syrier endloses Leid ertragen.
Al-Ghanto / Homs, 12.02.2016

In Budapest kommt ein junger Mann auf das Polizeirevier. Er bittet um eine Ausreisegenehmigung. – Der Beamte fragt ihn: »Sind sie hier denn nicht glücklich?«. Darauf der Gefragte: »Ich kann mich nicht beklagen!« – Jetzt wird weiter nachgehakt: »Gefällt ihnen denn hier Ihre Arbeit nicht?« Der zum zweitenmal Gefragte gibt zur Antwort: »Ich kann mich nicht beklagen!« – Der Polizist wird neugieriger und erkundigt sich genauer: »Sind sie vielleicht mit den Lebensbedingungen hier nicht zufrieden?« – Zum drittenmal muss er hören: »Ich kann mich nicht beklagen!« Schließlich reagiert der Beamte ungehalten: »Ja, warum wollen sie denn dann in den Westen, wenn sie sich über das Leben hier nicht beklagen können?« Da kommt die unerwartete Antwort: »Ja, dort kann ich mich beklagen!«
Dieses Geschehen zeigt uns eine Parallele zum Beten auf: Bei Gott dürfen wir klagen! Wir dürfen sagen, wie wir empfinden und wie es um uns steht. Wir müssen nicht heucheln. Unser Beten darf echt sein! – Was das bedeutet, wollen wir uns an einem aufrichtigen Gebet klarmachen: an einem alttestamentlichen Rachepsalm.