Vor 20 Jahren kam der Drogenfilm "Trainspotting" in die Kinos.

Ist „Das Leben ist eben doch mehr als nur „Trainspotting“, die Nachmittage damit verbringen, dass man Züge beobachtet? Dann lieber im Park liegen und Skinheads samt Kampfhunden, die einfach nur in der Sonne relaxen wollen, mit dem Luftgewehr abschießen. In seinem unter Filmfans legendär gewordenen Monolog sagt Renton: „I chose not to choose life: I chose something else. And the reasons? There are no reasons. Who needs reasons when you’ve got heroin?“ Philosophie oder Junkie-Gefasel, das kann jeder selbst entscheiden.  Als sein Stoff in die dreckigste öffentliche Toilette Glasgows fällt, taucht Renton in die Scheiße ein – und in seiner Fantasie durchschwimmt er auf der Suche nach seinem Schatz einen bunt schillernden Ozean, zu den Klängen von Brian Enos Mondmusik.

Später verfolgt ihn, er liegt im Entzugsdelirium, ein totes Baby, das kopfüber auf der Zimmerdecke auf ihn los krabbelt – bis heute eine der schrecklichsten Horror-Sequenzen, die nicht aus einem Horrorfilm stammen. Renton plagen Schuldgefühle, weil die Mutter den Säugling in ihrer Junkie-Bude hat verhungern lassen; als er endlich hofft, selbst an einer Heroin-Überdosis zu sterben, sehen wir, wie er six feet under in sein Bett eingelassen wird – wozu extra ein Grab schaufeln? –, was er, das findet auch Lou Reed, für die Bedingung eines „Perfect Days“ hält.“ (Rollingstone.de)

Einer von Vielen, der diesem sinnlosen Sterben und Siechen entkam, unser Bruder Joe:


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