Christenverfolgung unter Flüchtlingen: Gottfried Martens, Berliner Pastor der SELK, berichtet über erschreckende Zustände in unserem Land

„Ich spreche mit drei Christen, die aus einer Unterkunft geworfen und mit Hausverbot belegt worden sind, nachdem sie es gewagt hatten, dagegen zu protestieren, dass ein muslimischer Mitbewohner einem der drei ein Handy gestohlen hatte. Sie schlafen nun bei uns … Es ist schon das dritte oder vierte Mal, dass ich es erlebe, dass Christen in einer Unterkunft in Berlin ein Handy gestohlen wird und sie anschließend vom Wachschutz herausgeworfen werden, wenn sie sich darüber beschweren und sogar ganz konkret den Täter benennen.
– Während ich noch mit den dreien spreche, erzählt mir ein anderer Taufbewerber ganz nebenbei, dass er vor kurzem zusammen mit acht anderen Christen morgens um 3 Uhr aus derselben Unterkunft geworfen worden sei – er weiß bis heute nicht, weshalb. Er weiß nur, dass sie sich über Übergriffe durch muslimische Mitbewohner beschwert hatten. Die Krönung: Es handelt sich bei dieser Einrichtung um eine Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft, die mir gerade neulich noch von Kirchenvertretern als Musterbeispiel religiöser Toleranz angepriesen worden war …
– Während ich noch mit den Betreffenden spreche, kommen zwei Taufbewerber aus der Unterkunft gleich um die Ecke an. Auch sie sind bedroht worden – und einer von ihnen hat nun ebenfalls Hausverbot bekommen, der andere traut sich nicht mehr zurück. Langsam werden die Matratzen für all die herausgeworfenen Christen bei uns knapp …
– Als ich um 23 Uhr mit den Gesprächen mit den Betroffenen fertig bin, kommt noch eine Familie an. Sie erzählt mir Geschichten aus der Einrichtung in Wünsdorf, wo sie als einzige christliche Familie von der muslimischen Community, die sich dort in der Einrichtung unter tatkräftiger Mitwirkung des für die Farsisprachigen zuständigen Dolmetschers auch eine Moschee eingerichtet hat, in übelster Weise gemobbt, bedroht und beleidigt wird. Auch diese Familie traut sich nicht mehr in die Einrichtung zurück. Auch für sie müssen wir nun noch Matratzen finden.
– Während ich diese Zeilen schreibe, berichtet mir gerade ein anderer Taufbewerber aus einer anderen Unterkunft in Brandenburg, dass er aus dieser Unterkunft fliehen musste, nachdem er dort von muslimischen Mitbewohnern bedroht wurde.
Ich weiß nicht mehr, was ich mit all diesen Leuten machen soll. Wir kommen hier an die Grenzen unserer Möglichkeiten. Christenverfolgung mitten in Deutschland! Einer der Betroffenen will nun wieder in den Iran zurückkehren. Er sagte: Dort im Iran war es für mich als Christ schrecklich. Aber wie wir als Christen hier in Deutschland behandelt werden, ist noch schrecklicher.
Ich schäme mich, ein Bürger dieses Landes zu sein.“ HMK