Heute vor 105 Jahren sank die Titanic.

Titanic – 14. April 1912
 
„Titanic“, das ist einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte. Er wurde mit Preisen überschüttet: 11 Oskars räumte er ab. Millionen von Dollars spülte der Film in die Kassen der Veranstalter. „Titanic“ ist der größte Kassenschlager der Filmgeschichte.
 
„Titanic“ ist die bisher letzte und erfolgreichste Verfilmung jener unvergessenen Schiffskatastrophe vor nunmehr 100 Jahren.
 
Sie war das größte Schiff, das die Welt je gesehen hatte. So hoch wie ein zehnstöckiges Haus und beinahe so lang wie drei Fußballfelder. Ausgestattet mit Palmengärten und türkischen Bädern. Ein schwimmender Palast! Technisch unübertroffen und absolut unsinkbar, wie man sagte.
 
An Bord waren über 2200 Menschen aus zwanzig Nationen. Kleine und große Leute, Maurer und Musiker, Tellerwäscher und Millionäre. Doch nach vier Tagen, 17 Stunden und 30 Minuten war alles aus. Auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York kollidierte die berühmte Titanic mit einem Eisberg und sank in ein Grab von 4000 Metern Tiefe.
 
Wie konnte das nur geschehen? Es war eine tödliche Mischung von Überheblichkeit, Ehrgeiz und Dummheit, die den Luxusliner untergehen ließ.
 
Die Titanic besaß einen doppelten Schiffsboden und war in 16 wasserdichte Abteilungen unterteilt. Sie galt als unsinkbar. „Selbst Gott könnte dieses Schiff nicht versenken“, hatte ein Besatzungsmitglied vor Antritt der Jungfernfahrt gesagt. Welch ein grandioser Irrtum! Auf dem Schiffsrumpf soll jemand die Worte geschrieben haben „NO GOD“ – „Wir brauchen keinen Gott!“
 
„Wir kriegen die Welt mit ihren Problemen auch ohne Gott in den Griff!“ so denken auch heute unzählige Menschen. Wozu brauchen wir dazu Gott? Mit dieser Einstellung wird jeder Mensch scheitern. Wie kann er denn allen Ernstes auf den verzichten, der ihm sein Leben gegeben hat? Wie will er denn ohne ihn sein Leben meistern? Unmöglich!
 
Mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit jagte die Titanic durch den Nordatlantik. Warum? Sie wollte eine begehrte Auszeichnung erhalten, das „blaue Band“ des Ozeans für die schnellste Dampferfahrt über den Atlantik. Deshalb galt die Devise „Augen zu und durch!“ Die Titanic bezahlte für diese Dummheit den höchsten Preis. Maßloser Ehrgeiz hat schon vielen Menschen bis auf den heutigen Tag das Leben gekostet!
 
Man wiegte sich auf der Titanic also in falscher Sicherheit. „Wir sind ja unsinkbar!“ Und man wollte möglichst schnell in New York eintreffen. Diese Kombination aus Überheblichkeit und Ehrgeiz machte die Mannschaft der Titanic blind für die Warnungen, die sie erhielt. Mindestens siebenmal funkte es in ihrer Kajüte: „Melden Eisberge und Treibeisfelder auf 42 Grad Nord…“ Einmal antwortete die Titanic lässig abweisend und grausig cool: „Klappe halten, ihr stört…“ Es erfolgte keine Kurskorrektur. Die Titanic raste weiterhin mit Volldampf ohne Kurskorrektur weiter.
 
Die falsche Sicherheit macht bis auf den heutigen Tag den Menschen immun gegen Warnungen, die er erhält. Und sie bringt ihn ins Verderben. Da braucht einer nur zu denken: „Was soll mir schon passieren? Ich glaube doch an Gott! Ich bin getauft, konfirmiert, halte mich zur Kirche, ich habe sogar schon einmal Vergebung erfahren. Es ist alles in Ordnung bei mir!“ Bei einer solchen Einstellung kann sich nur einer freuen; Das ist der Teufel, der unseren Untergang will. Denn er weiß: Ein solches Lebensschiff zerbricht einmal an den Eisbergen von Not und Elend, Leid und Schuld.
 
Wir alle haben ohne Ausnahme Kurskorrektur nötig. Den Kurs für unser Leben kann nur Gott angeben, nicht wir selbst, auch kein Pfarrer übrigens oder irgendeine uralte oder hypermoderne Moral. Dieser Kurs ist uns durch Gottes gute Ordnungen vorgegeben, durch seine Gebote. Wie gehen wir mit ihnen um? Wer sie mißachtet, ob wissentlich oder unwissentlich, dessen Leben befindet sich auf Kollisionskurs/ Crashkurs. Der lebt in der Sünde.
 
In jener Nacht zum 15. April 1912 ist allerhand los auf dem Schiff. Ein rauschendes Fest findet statt. Die Kapelle spielt pausenlos. Plötzlich geht eine gewaltige Erschütterung durch den Riesenleib des Schiffes. Die „Titanic“ hat mit Rekordgeschwindigkeit einen Eisberg gerammt. Der Konstrukteuer Andrews und der Kapitän Smith stellen einige Berechnungen an. Unausweichlich lautete die Schlußfolgerung: Die „Titanic“ war auf dem Weg zum Meeresgrund. Pausenlos sendet der Funker das kurz vorher neu festgelegte Seenotrufsignal: SOS. Die Passagiere sollen in die Rettungsboote steigen. Doch die mitgeführten Rettungsboote reichen nur für einen Teil der Passagiere aus. An keinem Luxusartikel wurde gespart. Zu Essen und zu Trinken gab es genug an Bord: 15000 Flaschen Bier, 30000 frische Eier… 30 Kisten Golf- und Tennisschläger nahm man mit. Man hatte auch keine Kosten gescheut, der Titanic die beste Kapelle auf dem Atlantik mitzugeben. Aber am Wichtigsten hatte man aus Platzgründen gespart: an den Rettungsbooten. Ein tödlicher Leichtsinn, wie sich herausstellte.
 
Handeln viele Menschen nicht ganz ähnlich? Für alles Mögliche haben sie Zeit, auf alles mögliche bereiten sie sich vor und planen es exakt. Nur auf das Wichtigste verschwenden sie keinen Gedanken: daß ihr Lebensschiff einmal sinken muß und sie dann eine Rettung brauchen. Jeder weiß ja, daß er einmal sterben muß. Doch wer bereitet sich auf den Weg in die Ewigkeit vor? Wohl die allermeisten Menschen schieben den Gedanken an das Sterben weg. Es sei nicht nötig, sich damit zu beschäftigen, meinen sie.
 
Doch dadurch verpassen sie, in die von Gott bereit gestellten Rettungsboote einzusteigen. Sogar auf der Titanic zögerten die Passagiere zunächst, die Rettungsboote zu besteigen. Warum die strahlend erhellten Decks der Titanic gegen ein paar finstere Stunden in einem Ruderboot tauschen? Der Millionär Astor versuchte es ins Lächerliche zu ziehen: „Hier sind wir doch sicherer als in dem kleinen Boot!“ Erst als die erste Leuchtrakete abgefeuert wurde, war es mit dem Witzeln und Trödeln vorbei. Jetzt wußte auch der Letzte: „Es wird ernst!“
 
In der ausbrechenden Panik gibt es noch Menschen, die Haltung bewahren. Ein Millionär zog seine Abendgarderobe wieder an. „Wir wollen als Gentlemen untergehen“, sagte er. Bewundernswerte Haltung, aber hatte er auch einen Halt? Halt geben wollte ein der englische Priester Thomas Byles. Er nahm Passagieren die Beichte ab und erteilte die Absolution. Das schwarze Wasser kam mit jeder Sekunde näher.
 
Um 2.15 Uhr, fünf Minuten bevor die Titanic versank, klopfte der Kapellmeister auf seine Geige. Der Ragtime verstummte, und übers Deck wehte das Lied “Näher mein Gott zu dir“ in die stille Nacht und weit hinaus aufs Wasser.
 
Näher, mein Gott, zu Dir,
 
Näher zu Dir!
 
Drückt mich auch Kummer hier,
 
Drohet man mir,
 
Soll doch trotz Kreuz und Pein,
 
Dies meine Losung sein:
 
Näher, mein Gott, zu Dir,
 
Näher zu Dir!
 
Wer weiß, wieviel Passagiere innerlich in diesen Choral mit eingestimmt haben. Wenn die Not am größten ist, dann denken ja viele wieder daran, daß es ja noch einen Gott gibt, der helfen und eingreifen kann.
 
Und er griff auch ein. Selbst bei dieser größten Schiffskatastrophe aller Zeiten, bei der über 1500 Menschen umkamen, war Gott noch gnädig. Ein Dampfer fing die pausenlosen SOS – Signale der Titanic auf und raste mit Volldampf zu dem Unglücksort. Wenigstens die 700 Menschen in den Rettungsbooten konnten an Bord genommen werden. Denn die Passagierunterkünfte des Rettungsdampfers waren wunderbarerweise halb leer.
 
Wer in das Rettungsboot Gottes gestiegen ist, der geht auch nicht verloren. Schon in diesem Leben darf er erfahren, wie Gott ihn behütet, beschützt, bewahrt. Und auch nach dem Tode darf er in Ewigkeit mit ihm leben.
 
Das Rettungsboot Gottes heißt Jesus Christus. Es ist groß genug, daß alle, die wollen, auf ihm Platz finden. Jesus weist keinen Menschen ab, der zu ihm kommen will. Im Gegenteil, er fordert jeden auf, der Hilfe und Rettung braucht, sie bei ihm zu suchen. „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“ Von dieser Einladung ist niemand ausgeschlossen. Gott hat diese Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Unsere ewige Errettung hängt also nur davon ab, ob wir an Jesus glauben oder nicht.
 
Das Rettungsboot Gottes ist für jeden zugänglich, an jedem Ort, zu jeder Zeit, auch heute früh/abend. Wir brauchen nur hineinzusteigen. Wir können es nicht sehen, so wie die Passagiere der Titanic es taten. Aber wir können die Einladung hören, die uns zu Christus ruft. Ein Schiffsbrüchiger zögert bestimmt nicht, wenn ihm eine Hand hingestreckt wird, die ihn ins Rettungsboot ziehen will. Er greift zu. Und unsere Lage, ist sie nicht ganz ähnlich. Wir sind bedroht von Angst, Sorgen, dem Tod und vor allen Dingen von unserer Schuld. Unsere Sünde zieht uns einmal in die ewige Gottesferne.
 
Da muß man doch aufmerken, wenn man von einem Retter hört, der einem von diesem Schicksal bewahrt. Es gibt keinen Grund, uns ihm nicht anzuvertrauen. Steig doch ein bei Jesus! Bete zu ihm: „Herr Jesus, ich möchte zu dir kommen. Nimm mich an. Vergib mir alle Schuld meines Lebens, die mich von dir trennt. Nimm mein Leben jetzt in deine Hand und verändere es nach deinen Vorstellungen.“